Zwischenruf: Europa, Ukrainekrieg und Rassismus

Krieg ist in der Wahrnehmung vieler doch mittlerweile eine alltägliche Komponente geworden. Gewissermaßen gleichgültig stehen die meisten, auch die, die sich über den Ukraine-Krieg empören, den täglichen Bombardements in Syrien oder auf Kurden gegenüber – oder sonstwo. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo Bomben abgeworfen oder Raketen gezündet werden.

Neu in Sachen Krieg ist nun allerdings, dass jetzt Menschen betroffen sind, die aussehen wie Klischee-Europäer:innen sowie die Tatsache, dass die menschenverachtenden Ausmaße beinahe live gestreamt werden.

Alles in allem zeigt das gewissermaßen auch eine rassistische Tendenz in Europa auf, die mit einer ureuropäischen, postkolonialen Selbstgefälligkeit das Bild abrundet. Frontex und die EU setzen noch immer zur Abschreckung z.B. syrischer Flüchtender auf rassistische Methoden.

Blinder Solidaritätsaktionismus

Zum Umgang des Westens mit dem Ukraine-Krieg Nach einigen Drohgebärden, viel Säbelrasseln im Vorfeld, haben sich Ende Februar die Ereignisse bekanntermaßen überschlagen. Allen Wunschträumen leidenschaftlicher und auch objektiver Putin-Sympathisant:innen zum Trotz, hat der Autokrat Ende Februar jedes Mittel zur Eskalation ausgeschöpft und schlussendlich Panzerfahrzeuge am 24. Februar 2022 in die Ukraine geschickt. Abstimmung UN Am …

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Rassismus im Alltag?

Mit dem „Ratgeberheft über die Erfahrungen mit Alltagsrassismus von Jugendlichen im Rheingau-Taunus-Kreis“ veröffentlicht die Philipp-Kraft-Stiftung (Eltville) im Rahmen des Projektes „Mission: Wir alle“ einen wichtigen Beitrag zum Thema Alltagsrassismus. Nicht nur interessant für Menschen im RTK.

Oury Jalloh – 17ter Todestag

Heute jährt sich der Tod Oury Jallohs, einem Menschen aus Sierra-Leone zum 17. mal. Seit dem vergeht kein Jahr ohne die verzweifelten Versuche, die Politik Zum 17. mal drängen viele Menschen darauf, hier endlich klar zu benennen, was vorgefallen ist.

Kolonialzeit endlich aufarbeiten!

Koloniale Raubkunst: Raubkunst aus der deutschen Kolonialgeschichte zurückgeben?Ob afrikanische Länder vielleicht sogar stolz darauf seien, dass wir in Deutschland ihre Kulturgüter in Museen zur Schau stellen, wird immer wieder in die Diskussion geworfen. Darauf lautet die Antwort schlicht: Nein, sie sind nicht stolz darauf.Viele Länder in Afrika hätten ein großes Interesse daran, Symbole und Belege …

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Corona – eine Wortmeldung

So lange wir uns bei Corona an Todeszahlen klammern, frage ich mich, warum das Informationszeitalter nicht seinem Namen gerecht wird. Es geht schon lange nicht mehr hauptsächlich um Tote – und doch ist jeder an Corona gestorbene Mensch einer zu viel.Es geht letztlich auch darum, was Covid mit den einzelnen Menschen macht. Das Virus greift …

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Alltagsrassismus: Eine kleine Geschichte

Er ist nicht dumm – er spricht nur schlecht Deutsch! Rassismus ist nicht mein Problem Rassismus ist kein Phänomen, kein Thema, das über Nacht verschwindet. Das liegt vielleicht auch daran, dass Rassismus nicht über Nacht in unser Leben gekommen ist. Als Ergebnis einer Jahrhunderte alten Kolonialgeschichte der westlichen Welt, haben sich Ansichten und Stereotypen – …

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