Nun ist es soweit. Karl Lauterbach steht für die künftigen vier Jahre als Kopf des Gesundheitsministeriums fest.

Meines Erachtens zwar eine berechtigte Personalie, wenn man sich die Alternativen anschaut. Jemand „vom Fach“ sollte uns da tatsächlich lieber sein, als eine Luftpumpe, die da nur das Gesundheitsministerium leitet, weil es ganz interessant ist.

Mitunter dürfte diese Benennung auch auf öffentlichen Druck auf die SPD zurückgehen, die in den letzten Tagen vehement angegangen wurde, sobald im Raum stand, dass es jemand anderes, z. B. Andrea Nahles, werden könnte. Da haben selbst eingefleischte Sozis auf Twitter gewettert, es würde nur um die Frauenquote gehen.

Der Hype um eine Person, die weder sonderlich ministerabel ist (was verzeihlich und ein Problem der Partei ist) noch in seinen Ansichten sozial und auf soziale Gerechtigkeit ausgerichtet ist, erschließt sich mir grundsätzlich nicht.

Karl Lauterbach ist entschiedener Gegner davon, Krankenhäuser für die Allgemeinheit gleichermaßen zu öffnen. Vielmehr sollen sie als Wirtschaftsfaktor Gewinne produzieren. Die Rentabilität steht für Lauterbach weit über dem gesellschaftlichen Nutzten. Das Kliniksterben, das Zusammenziehen von Kapazitäten und letztlich der Abverkauf der Gesundheitsinfrastruktur wird mit ihm nicht enden. Im Gegenteil!

Im Zusammenspiel mit den antisozialen Anflügen einer FDP unter Lindner, wird das Privatisierungsroulette zur Perfektion geführt und auch der letzte Winkel des Gesundheitswesens für Dividendenjäger zugänglich werden.

Gleichwohl steht Lauterbach für die Schwächung des Föderalismus ein, wie auch dafür, Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten möglichst nicht transparent darzulegen. Letzteres leuchtet dabei durchaus ein, wenn man sich die Nebeneinkünfte und Lobbytätigkeiten des künftigen Gesundheitschefs der Bundesrepublik näher anschaut. In Sachen Nebeneinkünften ist Lauterbach lt Apotheke ad hoc auf Platz 3 der am besten nebenbei bezahlten Gesundheitspolitiker.

Lauterbach meldet Honorare nach (Tagesschau.de)

Wer zudem auf eine Freigabe der Patente für Corona-Vakzine hofft, schaut weiter in die Röhre. Lauterbach ist entschieden dagegen, die Pandemie durch weltweite Impfungen unter Reduzierung der Profitmöglichkeiten seiner Freunde aus den Pharmakonzernen zu beenden.

Bleibt gesund.

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