Die AfD, sog. Alternative für Deutschland, lebt davon, Fake-News-Kampagnen zu fahren und etablierten Content für ihre Zwecke zu kapern. Ob es nun das plumpe Verunglimpfen der Positionen anderer ist oder das Aufhängen von Plakaten zur gezielten Diffamierung und zur Streuung von Falschbehauptungen, um rechtsextreme narrative an Plakatwänden finden zu können – oder ganze Medienportale betreiben, in denen Briefwahl, Impfungen und parlamentarische Demokratie mit Fake-News kaputtgeredet werden soll – den Rechtsextremen ist jedes Mittel Recht. Und keines zu teuer.

Social Media in der AfD-Mangel

Aktuell läuft die Kampagne, in der die Rechtsextremen um Weidel, Höcke und unsere lokalen Vertreterinnen wie Gagel und Resch den Hastag #FollowFriday auf Twitter kapern wollen.

FollowFriday wird weltweit genutzt, über alle Sprachgrenzen hinaus, um seinen Followern zu zeigen, welche interessanten Nutzer:innen für andere interessant sein könnten. So finden sich unterschiedlichste Nutzer:innen zusammen. Was als Einzelnutzer:in eine nette Abwechslung darstellt, versucht die AfD nun für sich zu nutzen, indem sie gleich Usernamen für den Hashtag erstellt hat und medial aufpumpt. Mit eigener Website, die natürlich nur AfD-konforme Inhalte bietet – zum Beispiel Hetze gegen die Briefwahl in trumpscher Manier.

Solche Kampagnen sind nicht billig. Sie sind auch nicht als Einzelperson zu stemmen. Solche Kampagnen sind nicht spontan geboren und sie bedürfen professioneller Planung und Umsetzung in Sachen Marketing und Networking. Dazu kommt die Erfordernis einer gewissen Kontinuität. Den ohne regelmäßige Inhalte stirbt jedes Onlinenetzwerk ab.

Bundestagsverwaltung muss aktiv werden!

Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen wegen des AfD-Skandals rund um eine Plakatkampagne der Firma Stöer, müssen auch Ermittlungen und Maßnahmen hinsichtlich der weiteren Kamagnen erfolgen. Wir reden hier nicht von technischen Kleinspielereien, in denen sich eine Partei einmal versucht. Wir sprechen neben einem Skandal der AfD rund um illegale Parteienfinanzierung auch von einem System der Medienkorrumpierung.

Die Kampagnen mit ganzen Fake-Account-Netzwerken und Verstrickungen in rechtsextreme Medien und rechte Dumping-Journalien wie BILD müssen koordiniert und mit Kontaktpersonen geplant werden.

Da gibt es auch kein „wusste ich gar nicht“ – außer, der Parteivorstand hat rein gar nichts zu melden. Vor allem ist es unentschuldbar, dass die AfD mit einem massiven Finanz- und Personalaufwand an der Destabilisierung des Staates arbeitet.

Politik und Sicherheitsapparat gefordert

In meinen Augen ist die Politik gefordert, ihre Bekenntnisse, der AfD nie die Hand zu reichen, erneuert und glaubwürdig untermauert. Ich weiß, dass das einigen Splitterparteien schwer fallen würde – der CSU mittlerweile, in deren Namen Markus Söder bereits die ersten vorsichtigen Twitter-Flirts mit den Rechtsradikalen hinter sich hat.

Der Sicherheitsapparat muss endlich durchgreifen – schon allein darum, sich selbst zu erhalten. Die durch die AfD-Hetze angefeuerte Spaltung der Gesellschaft in Lager kann zum Problem für den Sicherheitsapparat werden. Denn Rechtsextreme fühlen sich vermehrt im Recht. Z.B. Maaßen.

Bleibt aufmerksam

Zu guter Letzt bleibt mir nur, dich darum zu bitten aufmerksam zu sein – und dich nicht von gekaperten um den Finger wickeln zu lassen. Bleib stabil – für dich, für alle. Jetzt. Für morgen.

Solidarische Grüße

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