Sex sells. – und ist eine weitere ekelerregende Ausuferung des neoliberal kapitalistischen Tumors, der uns vorgeben will, was woke ist. Fakt ist, er ist nach wie vor von alten weißen Männern implantiert und folgt deshalb auch seinen Regeln. Selbst Frauen* rennen in Scharen bereitwillig hinterher. Ähnlich einem Sekten-Guru.

Es geht ihm nicht darum, eine Sportart zu fördern oder irgendwas zu schaffen, was verbindet. Es geht um Werbeflächen und Reichweite. So lange wir Menschen direkt und indirekt zu seinem Instrument machen, also zulassen, dass er das Individuum verdinglicht, müssen wir uns alle fragen, ob wir uns nicht damit selbst ad absurdum zu führen.

Es ist ein gewisser Zeitgeist, basierend auf jahrzehntelang antrainierten und vererbten Denk- und Handlungsweisen, der die Grenzen zwischen Material und Menschen hat verwischen lassen. Nicht umsonst nutzen wir menschenverachtende Worte wie Human Resources oder Human-Kapital sogar in Bezug auf uns selbst. Denn weite Teile der Wirtschaft, dazu zählen auch vermehrt Sportverbände, sehen uns als notwendiges Übel, Konsument und letztendlich als Teil einer Produktionskette.

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