Am 10.05.2021 hat die DIE LINKE endlich reinen Tisch mit den Planungen für den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 gemacht. Für die Partei werden antreten: Janine Wissler und Dietmar Bartsch.

Bei dem Führungsduo für die Bundestagswahl 2021 drängt sich schnell der Gedanke auf, dass es sich hier um ein Team handle, das unterschiedlicher kaum sein könnte. Konservative werden das als Beweis deuten, dass sich DIE LINKE einmal mehr nicht selbst bewusst darüber wäre, wer oder was sie eigentlich (sein) wolle. Natürlich sehe auch ich die – teils massiven – Unterschiede. Gleichwohl ist genau das die Chance. Denn nur so holt DIE LINKE neben denjenigen, die bereits im Osten PDS gewählt hatten ab und gleichzeitig junge Menschen, die sich eine progressive Partei wünschen, die sich nicht klein reden oder gar zermürben lässt.

Mit Janine Wissler benennt die Partei eine wichtige Schlüsselfigur in Sachen Anti-Rassismus und Klima-Aktivismus zur Speerspitze einer aktiven und undogmatischen Linken, die klar Farbe bekennt und keine Angst davor hat, anzuecken. Ständiges Abstecken, wo und wie man am besten nicht aneckt, das war im Großen und Ganzen nie Janine Wisslers Ding. Vor allem im Umfeld von Universitäten gibt es starke Sympathien für Janine Wissler.

Dass die Genossin keine Freundin großer Konglomerate ist und keinen Kuschelkurs mit dem Großkapital eingehen wird, sollte mittlerweile jedem klar sein. So fordert sie vor allem, dass die „Superreichen und Krisengewinner wie Amazon“ maßgeblich für die Folgen der Corona-Krise aufkommen. Wissler steht für eine „demokratische Gesellschaft ohne ökonomische Ausbeutung und ohne politische Unterdrückung“.

Dietmar Bartsch gilt als Polit-Pragmatiker – und ist ein Mann für Regierungen. Ohne Frage, der Genosse für Sicherheit und für Unaufgeregte Korrektheit. Mit Format und Verbindlichkeit geht Dietmar Bartsch in den Ring. Für viele in der Partei ist er eine Art Ruhepol und Anker der Verbindlichkeit, vor allem aber auch eine Perspektive zur Regierungsbeteiligung.

Beide haben dabei ein gemeinsames Ziel: Im September zweistellig abschneiden. Damit ein zweistelliges Bundestagsergebnis realistisch wird, müssten sich die „Prämissen der Politik grundlegend ändern“ (Janine Wissler).

Es wird jedenfalls spannend.

Viel Erfolg für Janine Wissler, Dietmar Bartsch und DIE LINKE!

Solidarische Grüße
Sebastian Klaus

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